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Die unter dem atheistisch-kommunistischem Regime Ceausescu drangsalierten Kirchen sind seit 1989 wieder im Aufschwung. Nur die staatstreuen Orthodoxen wurden unter Ceausescu geduldet. Die anderen mussten in den Untergrund. Die Unierten wurden schon 1948 von Stalin aufgelöst und den Orthodoxen zugeschlagen. Auf unserer Reise konnten wir immer wieder sehen: Neubauten waren meist Kirchen oder Zigeunerpaläste (zu letzteren später mehr). Mehrere Religionen liegen, wie auch schon in früheren Jahrhunderten, im Wettstreit um die Gläubigen: die Orthodoxen, die erheblich an Glaubwürdigkeit verloren haben, die Griechisch-katholischen (früher uniert), die Römisch-katholischen, die Evangelischen, die Unitarier und etliche Sekten. Daher besteht ein erheblicher Bedarf an neuen Kirchen, die teils vom Westen finanziert werden. Die jetzt wieder Orthodoxen wollen die früher „unierten“ Gotteshäuser nicht an die römisch-katholischen Gläubigen zurückgeben. Auch daher der zusätzliche Bedarf an Kirchen. Eine neue Religiosität ist im Karpatenbogen nach der politischen Revolution ausgebrochen.

Gegen Mittag besuchten wir Frau Moldovan, die Mutter eines körperlich und geistig schwerbehinderten Kindes auf der Dienststelle der Stadt Thorenburg. Sie hatte Geburtstag und lud uns zu einem Umtrunk in der Behörde ein. Sie erzählte uns, dass die Stadt neuerdings Roma zum Reinigen der Strassen einsetzt. Diese haben wir auch im Einsatz gesehen: mit großen Besen kehrten sie den Staub von den Straßen auf Häufchen, mit denen der Wind machte, was er wollte. Jedenfalls sind diese Roma beschäftigt.

Am frühen Nachmittag fuhren wir zum Erzgebirge hoch, in dem auch heute noch Gold, Silber, Kupfer, Blei und Wolfram gefördert wird und gingen in den Canyon, der die Turdaschlucht genannt wird. Eindrucksvoll erheben sich die Steilwände zu beiden Seiten des Flusstales. Frau Veres begleitete uns, Joan wartete im Auto. Der Canyon ist auch ein beliebtes Klettergebiet.

Anschließend besuchten wir das Salzbad. Man sah z. T. das ausgetrocknete Salz auf dem Lehm liegen. Hier können Solebäder-Anwendungen gemacht werden. Wir saßen bei sehr schönem Wetter draußen auf der großen Terrasse eines modernen Restaurants.

Am späten Nachmittag trafen wir in der Wohnung von Frau Moldovan ein. Wilgerd machte einige Fotos von dem geistig und körperlich stark behinderten aber fröhlichen Kind von Camelia. Wilgerd hatte die operative Versorgung der Füße des Kindes in Wien veranlasst und das Kind nach der Operation auch zu Hause gehabt. Leider ist das Kind nicht in der Lage zu laufen.

Wir übernachteten wieder bei Familie Gersey und wurden nach dem Frühstück gegen 8 Uhr freundlich verabschiedet und verließen Thorenburg. Wir bedankten uns für die herzliche Aufnahme und Versorgung und gaben beide 50 EURO. Man fährt dann an gigantischen Industrieruinen vorbei, die man auch anderswo in Siebenbürgen immer wieder sieht. Es sind Zeugen einer verfehlten Industrialisierungspolitik unter Ceausescu. Auch alte verrottete und offen durch die Landschaft und Städte geführte riesige Fernheizungsrohre sind immer wieder zu sehen. Am Straßenrand stehen Frauen und Männer, die alles Mögliche verkaufen wollen. Wilgerd wollte Glas kaufen, wir waren aber zu früh dort.

Unsere nächste Station war Schässburg (Sighisoara). Hermann Oberth, der Pionier der Raketenentwicklung und damit der Raumfahrt wurde in Hermannstadt geboren und hat in Schässburg einige Zeit als Gymnasiallehrer gearbeitet. Man hat ihm hier eine Gedenktafel gesetzt.

Nach Besichtigung der Bergkirche neben der ein Gymnasium steht (dieses ist durch eine steil ansteigende überdachte, vielleicht 300 m lange Holztreppe zu erreichen auf der es, glaube ich, eine Seite für die „Professoren“ und eine für die Schüler gab.) und des Stundenturmes und Ablieferung von ausgedienten Zeitschriften im Altersheim im Dorf Schweischer setzten wir unsere Fahrt fort. Wilgerd meinte, bei den älteren Menschen sei die Regenbogenpresse besonders beliebt.

Gegen 16:30 kamen wir in Cuciulata (Warmwasser) an. Um in das Dorf zu gelangen muss man eine stark gewölbte Brücke passieren. Dies ist nur möglich, wenn man schräg über die Brücke fährt, da der Wagen sonst aufsitzt. Diese Technik der Brückenüberquerung war Wilgerd schon aus seiner Militärzeit bekannt. Das ganze Dorf war in Aufregung als man uns kommen sah. Hier wohnen nur äußerst arme Rumänen, die über jede Hilfslieferung froh sind. Wir besuchten Familie Porumb. Wilgerd hatte zufällig bei einer seiner Rumänienreisen die Tochter Diana als Anhalterin mitgenommen und kennen gelernt hatte. Übrigens die Mädchen und jungen Frauen sind meist ganz adrett und modern gekleidet. Die Großfamilie mit 3 Generationen und 8 Personen unter einem Dach haben einen Gemeinschaftsraum von ca. 15 qm. Die Wäsche wird über dem Herd getrocknet. Eine alte Singer-Nähmaschine, die Wilgerd früher schon gespendet hatte, funktioniert nicht, da ein Plastikzahnrad gebrochen war. Ich wollte mich um Ersatz bei Singer kümmern, bislang aber ohne Erfolg. Die Kleidungstücke, die ich in einem Seesack aus Hamburg mitgenommen hatte, ließ ich hier. Ein Bruder von Diana ist Waldarbeiter und hat eine weite Anfahrt. Er fragte, ob man ihm ein Motorrad bzw. Moped besorgen könne. Diana hat nur im Sommer eine Beschäftigung, im Winter könnte sie Näharbeiten machen, wenn die Maschine wieder funktioniert.

Wilgerd ist der Wohltäter für Siebenbürgen ist ohne Ansehen der Nationalität. Er tut für bedürftige Rumänen mindestens ebensoviel wie für die verbliebenen Sachsen. Auch bettelnden Zigeunern gibt er gern ein Almosen. Sie freuen sich über jeden Lei.

Dabei sind die Zigeuner nicht alle arm. Darauf angesprochen meint er,  man müsse das tun, damit sie nicht zu uns kämen. (Sie werden aber spätestens an der ungarisch – österreichischen Grenze mit High-Tech-Geräten abgefangen und falls nötig in ein von Österreich unterhaltenes Gefängnis auf rumänischem Boden inhaftiert).

Es gibt unter den Zigeunern (Roma) eine Schicht, die es zu erheblichem Wohlstand gebracht hat. Dies sieht man auch immer wieder an Neubauten von schlossartigen mehrstöckigen Palästen mit vielen Verschnörkelungen. Sie sind durch ihre Bauart auf Anhieb als Zigeunerresidenz zu erkennen. Die Zigeuner hatten unter Ceausescu als einzige Volksgruppe das Recht Klein-Handel  und Metallgewerbe zu treiben. Unter Ceausescu hatte in den 70er und 80er Jahren jeder Parteifunktionär „seinen Zigeuner“, der ihm auserlesene Speisen und Luxusgüter, woher auch immer- besorgen konnte. Manche Roma haben dies nach der Revolution als Startvorteil nutzen können.

Mit 300 EURO im Monat kann man in Rumänien fürstlich leben zumal das Wohnen sehr billig ist – allerdings nur in den praktisch unentgeltlichen Sozialwohnungen, abgesehen von den Kosten für Wasser, Gas und Strom, aber daran wird eben gespart oder zwangsweise verzichtet. Ähnlich war die Situation unter Ceausescu, der seinen Landsleuten 15 Grad Zimmertemperatur verordnete. Dies war eine unmittelbare Folge der Sparmaßnahmen, um einen Schuldenberg von 10 Milliarden Dollar zurückzahlen zu können (entstanden durch steigende Energiepreise aus Ölimporten aus der UdSSR).          .

Gegen 19:00 kamen wir endlich in Heldsdorf bei Karl Nikolaus und seiner Frau Sigrid auf dem Hof an der Brücke an.  Beide sind Obleute der Heldsdörfer, die sich neben ihrer harten Arbeit auf dem Hof um viele andere Angelegenheiten kümmern, insbesondere im sozialen Bereich. Ich hatte den Eindruck, dass sie einen 18 Stundentag haben. Dabei sind sie frohen Mutes. Alles wird selbst erwirtschaftet und hergestellt: z.B. Butter aus Büffelmilch, Käse, Brot und vieles andere mehr. Karl steht einem privatisierten Landwirtschaftsbetrieb vor, der aus dem verstaatlichten Boden hervorgegangen ist. Sie sind in Heldsdorf geblieben, weil sie keine Kinder haben. Zu seinem Nachfolger hat er schon einen Rumänen, mit dessen Familie die Nikolaus befreundet sind, erkoren. Einen Deutschen, der dafür in Frage käme, gibt es wohl nicht mehr in Heldsdorf.

Auch die Verteilung der Hilfsgüter, die aus der BRD von ehemaligen Heldsdörfern kommen, ist ihre nicht immer dankbare Aufgabe.

Karl und Sigrid sagten, dass es ihnen zum täglichen Leben eigentlich an nichts fehle, an Mitbringseln sei nur Bohnenkaffee ersehnt. Kaffee gleicher Marke in Rumänien gekauft sei ungenießbar. Sie könnten alles, was sie so bräuchten selbst erwirtschaften. Dies ist möglich, weil kleiner Landbesitz und private Viehwirtschaft wieder erlaubt sind. Daher gibt es auch eine Tendenz: weg aus der Stadt, zurück auf das Land. Mancher stellt sogar Leinen aus geschlagenem Flachs her.

Gänzlich anders sind die Verhältnisse in der Walachei, südlich der Karpaten. Dort herrschte schon immer und auch heute noch landwirtschaftlicher Großgrundbesitz und nicht klein-bäuerliches Wirtschaften, wie in Siebenbürgen vor. Eigenversorgung mit selbstgebauten Nahrungsmitteln existiert dort nicht. Ohne landwirtschaftlichen Hintergrund sind die Minenenarbeiter des Jiu-Tals in Oltenien gänzlich auf die Einkommen aus dem Bergbau angewiesen. Die Verschlechterung ihrer Einkommenssituation 1991 führte zu ihrem Protestmarsch auf Bukarest und zum Rücktritt des Ministerpräsidenten Petre Roman.

Eine Arbeit, die seit einiger Zeit verfolgt wird, ist die Instandsetzung des Heldsdörfer Friedhofes der Sachsen. Dies ist eine eindrucksvolle Gartenanlage, von sanierungsbedürftigen Mauern umgeben. Innen an der Mauer liegen hinter Torbögen Gruften, die im Augenblick zur Sanierung ausgelagerten sind. Dies sind die Familiengrüfte der Höhergestellten (auch der Götz-Geschwister, z. B. Hans Götz, der einen technischen Betrieb in Heldsdorf hatte und als 1. ein Auto besaß). Die Gräber der Normalsterblichen sind im Park mit und ohne Grabsteine, nur mit den jeweiligen Hausnummern versehen, die allerdings inzwischen geändert wurden. Was mir auffiel, dass am Ortseingang nirgends Heldsdorf sondern nur Halchiu steht. In anderen Ortschaften ist es durchaus üblich, auch den deutschen und den ungarischen Namen für den Ort anzugeben. (Seit August 2004 sind an allen Ortsausgängen auch die deutschen Namen angebracht).

Wenn ich mich richtig erinnere, gab es abends zur Begrüßung Palukes mit Schafskäse, das ist Maisbrei, der sehr gut schmeckte. 

Am Samstag, den 8.5.04 besichtigten wir nach dem reichhaltigen Frühstück die Gedenktafel des Komponisten des Siebenbürger Liedes, Johann Hedwig, und fuhren gleich bei schönem Wetter in das nahe gelegene Kronstadt (Brasov). Onyx war unser ständiger Begleiter und Bewacher. Kronstadt macht einen sehr guten Eindruck und wird von vielen Touristen besucht. Einwandfreie Straßenverhältnisse, Sauberkeit und Häuser meist in gutem Zustand. Eindrucksvoll die Schwarze Kirche, deren Mauern sich früher durch einen Brand schwarz gefärbt hatten. Innen auffällig die vielen kleinen wertvollen Orientteppiche, welche früher die Sitzplätze der Wohlhabenden (Kronstädter Bürger waren am Orienthandel lebhaft beteiligt, Heldsdörfer waren ihre Fuhrleute) kennzeichneten und später der Kirche gespendet wurden. Auf dem Dach der Kirche hängt ein Maurerlehrling aus Gips nach unten geneigt, angeblich war er geschickter als sein Meister und wurde von diesem aus so einer exponierten Position durch einen Schubs in die Tiefe befördert.

Danach Besuch der Weberbastei mit ihren 4 übereinander geschachtelten Holzgalerien am Fuße der Zinne.

Wir kauften beide ein neu erschienenes Buch „Aus der Volkskunde der Siebenbürger-Sachsen“ (Honterus-Verlag, Hermannstadt 2003).

Dieses Werk, verfasst von 11 Autoren, widmet sich sehr anschaulich der reichhaltigen Kultur und den jahrhundertealten Traditionen, insbesondere der Kunst, der Architektur und dem Kunsthandwerk in Siebenbürgen. 

Wir waren absichtlich bereits am Samstag nach Kronstadt gefahren, um auch einkaufen zu können. Eindrucksvoll ist auch der große Marktplatz.

Wilgerd wohnte während des Krieges direkt bei der Kirche und hat 1943 einen Aufmarsch der jungen Männer erlebt, die sich freiwillig zur SS meldeten. Wehrpflichtige hatten die Wahl, in der rumänischen königlichen Armee an der Seite der Deutschen oder in der SS zu dienen. Darüber gab es einen Vertrag mit Deutschland. Glücklicherweise war Wilgerd mit 6 Jahren zu jung, sonst wäre er vielleicht auch, wie viele seiner sächsischen Landsleute, an der Ostfront „verheizt“ worden. Auch die Deportation in die Sowjetunion (meist in Bergwerke des Donezbeckens) musste er nicht erleiden, wie viele andere, auch junge Frauen (z.B. meine Großcousine Traute Götz) und ihr Vater Emil Götz. Nach dem Krieg wurde Rumänien aufgefordert als Kriegsentschädigung 62000 Arbeitskräfte an die Russen auszuliefern. Darunter befanden sich 35000 Banater Schwaben und 30000 Sachsen. Insgesamt wurden ca. 75000 rumäniendeutsche Zivilisten aus Rumänien in die Sowjetunion verschleppt. Der gesamte Viehbestand der Deutschen wurde von der roten Armee konfisziert als „Stationierungskosten“ und für die Kriegsführung.

Gegen 10:30 besichtigten wir das Honterus-Gymnasium in Kronstadt, an dem auch Wilgerd zur Schule ging. Er erzählte von einer Abschlussfeier in deren Verlauf das Klasseninventar mit den Behältnissen alkoholischer Getränke angereichert wurde. Der entsetzte Klassenlehrer rief den Schuldirektor herbei, damit Sanktionen verhängt würden. In der Zwischenzeit kletterte Wilgerd an der Fassade und Regenrinne ca. 5 m hoch in das im 1. Stock gelegene Klassenzimmer, räumte auf und warf die beanstandeten Flaschen in einen Rauchfang. Der Schuldirektor war ziemlich überrascht über die unerwartete Wendung und musste wohl oder übel auf Strafmaßnahmen verzichten.

Schon damals kam in dieser Aktion Wilgerds ausgeprägte Eigenschaft, sich für die Gemeinschaft selbst unter gefährlichen Bedingungen einzusetzen, deutlich zum Ausdruck. Auch seine spätere Berufswahl im Dienste der militärischen Sicherung des Westen gegen den „Ostblock“, seine langjährige Tätigkeit als Obmann der Siebenbürger-Sachsen Wiens sowie seine Hilfsaktionen für Rumänien weisen in diese Richtung.

Leider hatten wir für Kronstadt nicht so viel Zeit wie nötig gewesen wäre, um alles ausgiebig zu besichtigen. Ich schaute noch in eine orthodoxe Kirche, Wilgerd passte solange auf Onyx auf.

Gegen 14 Uhr trafen wir in Tartlau ein, um die sehr gut erhaltene Kirchenburg zu besichtigen. Frau Balogh war zwar in Eile, aber erinnerte sich noch an Wilgerd und machte eine kurze Führung für uns. Die Kirche, ebenfalls wieder mit wertvollen Teppichen bestückt und einem gotischer Tryptichonaltar (um 1450), ist von einer sehr starken Wehrmauer umgeben. Diese enthält Räume, die früher bei den Türkeneinfällen als Zufluchtsstätten dienten. Auch Vorräte wurden hier gelagert. Aus Schießscharten und Pechnasen konnten evtl. Angreifer abgewehrt werden. So konnten sich die Sachsen retten und mussten nicht mehr in die Wälder fliehen. Wirklich gekämpft gegen die Türken haben die Sachsen nur als Bauern und Bürger. Sie hatten kein eigenes Militär und haben tatsächlich nur Abwehr-Kriege geführt.

Frau Balogh hatte eine Rumänin für 14 Uhr zur Reinigung der Kirchenräume für den morgigen Gottesdienst bestellt. Sie beklagte sich über deren Unzuverlässigkeit, da sie nicht kam. Wir organisierten ihr noch 3 Mädchen, die zufällig vor der Kirchenburg standen, um auszuhelfen. Diese waren froh, etwas verdienen zu können. Trotz dieser Meinungsäußerung über die Zuverlässigkeit der Rumänen hat Frau Balogh einen Rumänen geheiratet. Insgesamt hat man den Eindruck, dass die verbliebenen Sachsen relativ gut mit den anderen Volksgruppen sich arrangiert haben, während mir dies zwischen Rumänen und Ungarn weniger der Fall schien. Von multikultureller Gesellschaft kann jedenfalls in Siebenbürgen heute immer noch nicht die Rede sein. Neben der wirtschaftlichen Rückständigkeit, der extremen Armut breiter Bevölkerungsschichten, der extrem hohe Arbeitslosigkeit, die auf ca. 50% geschätzt wird, erscheint mir dieser Aspekt sehr hinderlich für eine baldige Integration Rumäniens in die Europäische Union zu sein.

Wilgerd ist anderer Auffassung. Er meint, die Landwirtschaft habe große Fortschritte gemacht. Das Problem ist nur, dass wir bereits heute in der EU eine erhebliche Überproduktion von landwirtschaftlichen Produkten haben, die hoch subventioniert werden müssen, um den Bauern z.B. in Frankreich, Spanien usw. ein Überleben zu ermöglichen.

Die Integration von Rumänien in die EU wäre sicherlich leichter möglich,
wenn die verschiedenen Nationalitäten sich gegenseitig respektierten und man die Existenzgrundlage insbesondere der Deutschen nach dem Kriege  und unter Ceausescu nicht derartig zerstört hätte, so dass Hunderttausende, als sie nach 1989 die Möglichkeit dazu hatten, ohne Aussicht auf Besserung der Situation, ihr Glück woanders gesucht haben. Hier in der BRD und Österreich angekommen, haben sie tatkräftig zum ihrem und unserem Wohlstand beigetragen. Der Wegzug von ca. 125000 Sachsen muss einen erheblichen Aderlass für die Aussichten der rumänischen Wirtschaft und des geistigen sowie kulturellen Lebens bedeutet haben.

Wir fuhren nun über wenig befestigte holprige Landstrassen zurück nach Heldsdorf, vorbei an Dörfern mit Storchennestern auf den Schornsteinen, die man hier häufig sieht- manchmal 2 auf einem Dach.

Wir begegneten einem langen auf mich militärisch wirkenden Trauerzug. Vorneweg eine Musikkapelle uniformierter Männer in grünen Jacken um die Hüfte mit gürtelförmigen gelben Streifen versehen und blauen an der Seite ebenfalls gestreiften Hosen und einem Käppi, wie sie die französischen Polizisten tragen. Dahinter komplett schwarz gekleidete Männer und Frauen.

Immer wieder sieht man flache mit Gummirädern versehene Pritschenwagen, meist von 1 oder 2 Pferden mit roten Scheuklappen gezogen, auf dem die ganze Familie sitzt. Manchmal läuft eine Kuh hinterher. Wahrscheinlich war das vor 100 – 200 Jahren auch schon so. Damals hatten die Wägen aber noch stahlbandarmierte Holzräder, nehme ich an.

Gegen 15 Uhr trafen wir in Heldsdorf ein. Wir gingen zunächst die Türkgasse hinauf, wo meine Großmutter ihre Wohnung und ihr Geschäft bis ca. 1944 hatte und wo meine Mutter aufwuchs und 14 Jahre ihres Lebens verbrachte. Oft besuchte sie ihren Hanspat, den sie besonders mochte. Sie wohnte auch eine Zeitlang bei Ihrem Onkel und der Tante. Deren Wohnung befand sich schräg gegenüber Richtung Dorfzentrum.

 In jenem Haus wohnt jetzt ein orthodoxer Priester. Ein Granitsteinhaus man kann sagen im Renaissancestil, zur rechten Seite 4 Fenster, dann eine große schwarzes Tor aus Stahl, die obere Hälfte ein Stabgitter. Durch dieses Tor konnte sicher ein großes Pferdefuhrwerk hindurch fahren. Zur linken Seite 2 große nahezu haushohe bordeauxfarbene Stahltüren, die im oberen 1/4 bläulich verglast sind mit schräger Gittern. An den Stahltüren sind deutlich 2 Einschüssen zu erkennen, die im letzten Krieg entstanden sind. Die Schüsse wurden am 23./24.8.1944 beim Frontwechsel in der Kaserne abgegeben. Wilgerd war damals 7 Jahre alt.

Meine Oma hatte im linken Gebäudeanteil ihr Geschäft (Gemischtwaren und Alkohol-Ausschank). Sie wohnte aber nicht direkt daneben, sondern im rechten Teil des Gebäudes.

Daneben wohnten die Besitzer Herr Reinhardt und Frau Anna Zell . Familie Zell führte eine Landwirtschaft. Oma hatte Räume gemietet. Sie musste also durch die Wohnräume der Familie Zell gehen, um von ihrer Wohnung ins Geschäft zu gelangen. Die Familie Zell hatte 6 Kinder. Mit einem Sohn (Reinhardt) war unsere Mutter befreundet.

Der Mann von Frau Zell wurde Anfang 1945 nach Russland verschleppt, obwohl er die Altersgrenze von 45 schon überschritten hatte. Die Landwirtschaft wurde enteignet. Sie bekam 15 Russen ins Quartier, die täglich betrunken waren und ihr das Leben 1 Jahr lang zur Hölle machten. 1948 starb ihr Mann in Russland. Im Frühjahr 1952 wurde sie mit ihren Kindern zwangsevakuiert nach Elisabethstadt. Dort verbrachte sie 3 Jahre und arbeitete als Tagelöhnerin, um sich und ihre Kinder ernähren zu können. 1955 kehrte sie nach Heldsdorf zurück und durfte im kleinsten Zimmer ihres Hauses wohnen. Sie verdiente ihren Lebensunterhalt auf der Staatsfarm und anschließend auf der Kollektivwirtschaft. Sie siedelte 1990 zu ihren Kindern nach Deutschland um. Sie starb im Juni 2004 mit 96 Jahren. (Bericht über das Leben ihrer Mutter von Frau Gertrud Gajinski in „Wir Heldsdörfer“  Nr. 91, Dezember 2004. 

Nach dem Kriege hat meine Großmutter das Geschäft nicht mehr weitergeführt sondern auf dem Feld gearbeitet, die tapfere Frau. Meine Mutter besuchte mit 14 Jahren das Gymnasium in Hermannstadt, wo sie auch wohnte. Danach war sie 2 Jahre auf der Handelsschule in Kronstadt (4sprachig). Danach ging sie zur weiteren Ausbildung für 1 ½ Jahre nach Stuttgart ins Viktor-Köchl-Heim. Sie wurde von dort aber vorzeitig zurückbeordert, um zu Hause im Geschäft zu helfen.

Gern hätte ich das Haus in der Türkgasse 158 (neu 164/176), indem meine Mutter aufgewachsen ist,  auch innen besichtigt. Nach langem Klingeln und Warten wurde endlich ein Fenster geöffnet und heraus schaute der bärtige Kopf des orthodoxen Priesters. Er bedauerte, uns nicht hineinlassen zu können. Er habe sich durch Arbeit in Paris das Geld für den Kauf des Hauses erworben. Es habe aber nicht gereicht, um die Inneneinrichtung zu erneuern. Mit mir wechselte er noch ein paar Sätze französisch und meinte, dass die Verhältnisse in Rumänien auf dem Wege der Besserung seien, und das war`s.

Am Ende der Türkgasse ganz hinten auf der rechten Seite befindet sich die heute verlassene Kaserne, nach Wilgerd die einzige erhaltene Kaserne im Jugendstil mit einer ockerfarbenen verwitterten Fassade.

Diese ist streng symmetrisch horizontal in 2 und vertikal in 3 Abschnitte gegliedert. Jeder der 6 Abschnitte ist mit 2 großen Bogenfenstern versehen ausgenommen der mittlere unten, wo sie das Eingangstor befindet. Oben ist die Fassade mit kleinen sich aneinanderreihenden Bogen versehen. Man sucht einen neuen Verwendungszweck. Wilgerd bat Karl, dass einem Investor die Auflage gemacht werden sollte, dass die Fassade erhalten bleibt. Es blieb unklar, ob dies noch möglich ist. Man fragt sich, wie große der sächsische Einfluss auf solche Entscheidungen noch ist.

In der Türkgasse befand sich auch das Haus und die Werkstätte von Hans Götz (Hans Pat), des Bruders meiner Oma. Er war Mechaniker für alles und der Lehrmeister einer Generation von Handwerkern und Technikern. So etwas gibt es leider in Heldsdorf wohl nicht mehr. Sein letzter der 39 Gesellen, die Hans Götz ausgebildet hat, wurde von ihm adoptiert. Er wurde Erbe und wohnt jetzt bei Stuttgart.

Ein anderer Großonkel von mir und jüngerer Bruder des Hans war Emil Götz. Vor dem Krieg  war er Leiter der Mühle und des Elektrizitätswerkes, das 2. in der gesamten Region, gegründet 1909 (in Zeiden stand seit 1903 das erste). Es produzierte kurioserweise Gleichstrom bis 1948. Im Januar 1945, vor dem Kriegsende, wurde er jedenfalls mit seiner 18jährigen Tochter Traute nach Rußland, für 3,5 Jahre in den Ural (Orsk) geschickt, um im Bergwerk (Nickelkombinat) zu arbeiten. (Traute hat, ebenso wie ihr Vater über diese Zeit einen Bericht geschrieben).

Er hatte eine Ausbildung als Buchhalter und gute Sprachkenntnisse und ein hervorragendes Pflichtbewusstsein und Anpassungsvermögen. So ist es zu erklären, dass er sich überall schnell unentbehrlich machte. Nach seiner Rückkehr aus der Verschleppung wurde er Chefbuchhalter der Heldsdorfer Staatsfarm. Die Mühle haben wir am Sonntag nach dem Gottesdienst besucht. Sie ist ein hoher rechteckiger Backsteinbau, daneben ein niedrigen graues Walmdachhaus, in dem auch Emil mit seiner Familie (Frau Rosi, Tochter Traute, und Töchter Margret und Annemarie sowie Ortwin) gewohnt hat. Emil und Rosi haben ihren Lebensabend im Siebenbürger-Wohnheim im Schloss Horneck in Gundelsheim am Neckar verbracht. Dabei hatte ich Gelegenheit, bei einem Fest (in Mai 1980), das Emil ca. 1 Jahr vor seinem Tod im August 1981 organisiert hat, einige Mitglieder der Großfamilie kennen zu lernen (Tontsch-Nachkommen).

Auf dem Grundstück der Mühle, die nicht mehr genutzt wird, sah ich noch 2 alte Mühlsteine liegen, die sicher noch zu Emil`s Zeiten ihren Dienst verrichtet haben.

Am Sonntagmorgen machten wir mit Karl jedoch zuerst einen Spaziergang in die Richtung nach Neudorf gehend, nämlich zur Landwirtschaftlichen Genossenschaft Heltia, die Karl leitet und zum Schwimmbad, sowie zu einem kleinen Brunnen am Feldrand. Wenn man von hieraus zum Horizont blickt, sieht man schneebedeckte Berggipfel, die sich abrupt aus der Hochebene erheben, eine wahrhaft schöne Landschaft. Ich kann mir gut vorstellen, weshalb die Siebenbürger ihre Heimat geliebt haben und gerne dort geblieben wären, wenn der rumänische Staat sie besser behandelt hätte.

Auf dem Hof des Betriebes stand ein alter Traktor, dessen Motor wegen einer defekten Einspritzpumpe nicht mehr lief. Ich spendete hierfür 100 EURO und Wilgerd versprach, das Teil zu besorgen. Inzwischen läuft der Traktor wieder.

Vom Schwimmbad, in dem meine Mutter sicher häufig war, habe ich einige Fotos gemacht.

Nebenbei fiel mir auf, dass in Siebenbürgen viele Baumstämme, alle auch an den Straßenrändern, weiß gestrichen sind. Dies soll Schädlinge abhalten und stellt gleichzeitig, jedenfalls tagsüber, eine optische Markierung der Straßenbegrenzung dar. Nachts sollte man, wie man mir sagte, ohnehin nicht mit dem Auto in Rumänien unterwegs sein, da die Pferdefuhrwerke unbeleuchtet unterwegs sind. Wilgerd hat mit der Deichsel eines solchen Fahrzeuges, die auf einer seiner Reisen seine Windschutzscheibe durchbohrt hat, lebensgefährliche Bekanntschaft gemacht. Außerdem muss man mit Geschwindigkeitskontrollen rechnen. Uns, ich war am Steuer, haben sie aus einer Kolonne herausgegriffen und ich glaube 60 EURO abkassiert, weil ich weiß nicht wie viel (21,2 km/h?) zu schnell gewesen sei. Ohne Wilgerds Intervention und Beschwichtigung hätten die locker 80 EURO kassiert und drohten sogar an, den Ausweis einzuziehen.

Am Sonntag um 11 Uhr gingen wir zum Gottesdienst in die Heldsdörfer Kirche, in der meine Mutter am 18.4. 1939 getraut wurde. Ein Gottesdienst findet hier nur alle 14 Tage statt. Ein Pastor muss mehrere Gemeinden versorgen. Als alle saßen, Männchen und Weibchen getrennt, wurde der Pastor vom Obmann Karl Nikolaus abgeholt und in die Kirche geleitet. Vom Pastor wurde die Liturgie gesungen. Es war Muttertag und ein Chor trat auf. Kinder sagten Gedichte zum Muttertag auf.

Nach dem Ende des Gottesdienstes machte ich mehrere Fotos u. a. vom schönen Altar (vorreformatorischer Flügelaltar aus den Jahren 1520-1525), von der Gedenktafel der Gefallenen des 1. Weltkrieges, auf der auch mein Großvater Peter Nagy verzeichnet ist.

Nachmittags saßen wir mit Karl draußen im Garten am Hühnerstall und tranken bei schönem Sonnenschein einen Schoppen Roséwein der Region.

Am Montag früh nahmen wir herzlichen Abschied von unseren Gastgebern und traten die Rückfahrt über Hermannstadt an. Auf dem Weg dahin kauften wir bei 3 rumänischen Bauern geräucherten Rundkäse ab. Einer gab mir seine Adresse, da er gerne die Fotos, welche ich von den dreien machte, haben wollte.

Hermannstadt, wo wir gegen 9:30 ankamen,  macht, wie Kronstadt immer noch einen „deutschen“ Eindruck.

Die alten Gebäude: die Stadtmauer, die Hartenecktürme, die Heltauergasse sowie die Kirche auf dem Berg sind gut erhalten bzw. restauriert, ich glaube z. T. mit Hilfe aus dem Westen. Neben der Kirche befindet sich das Brukenthal-Gymnasium, (wo mein Vater das Abitur 1930 abgelegt hatte). Hermannstadt ist die fortschrittlichste Stadt in Siebenbürgen. Der Bürgermeister ist ein dynamischer Sachse, der sich um die Belange der Stadt und aller Einwohner sehr erfolgreich bemüht. Daher ist er auch bei den Rumänen sehr beliebt. Er wurde erst jetzt für eine 2. Legislaturperiode wieder gewählt. Gefragt, warum die Rumänen den Sachsen wählen: „Sasul nu fura“ (Der Sachse stiehlt nicht). Er sorgt für die Ansiedlung neuer Betriebe und holt erfolgreiche Sachsen aus der BRD um Betriebe auch in Hermannstadt aufzubauen. Die rumänischen Sprachkenntnisse sind bei solchen Unternehmungen ein großer Vorteil. Wir wollten im Hotel und Restaurant „Römischer Kaiser“ speisen. Dies ist sicher immer noch das 1. am Platze. Irgendwie passten wir in unserer Straßenkleidung nicht in diesen vornehmen „Schuppen“. Auch schon wegen Onyx wurde uns die Türe gewiesen. Wir erreichten immerhin, dass wir in der Eingangshalle sitzen und etwas trinken durften. Auch die Toiletten sind äußerst edel ausgestattet.

Wir lieferten noch Zeitungen im Altersheim Carl Wolff ab. Die Bundesrepublik hat in mehreren Städten Siebenbürgens sich an der Finanzierung von Altersheimen beteiligt, in denen überwiegend Deutsche versorgt werden, deren Angehörige in die BRD ausgewandert sind oder die keine Kinder haben. Inzwischen können die Heime gar nicht mehr allein mit Deutschen belegt werden, so dass nun auch Rumänen Zugang haben.

Danach ging´s ohne Unterbrechung Richtung ungarische Grenze. Nadlac erreichten wir erst spät abends. Trotzdem bekamen wir in dem Hotel / Restaurant noch etwas Ordentliches zu essen.

Am nächsten Tag erreichten wir gegen 11:30 Budapest. Die Stadt machte einen imposanten modernen gut entwickelten Eindruck.

Schon am Abend waren wir zurück in Bruck an der Leitha. Da gab´s dann das ersehnte Szekler Gulasch. Der bedeutende Schriftsteller Petöfi habe in Budapest in einem Restaurant etwas zu essen bestellt. Die Wirtin meinte, sie habe kein Gericht mehr, das sie servieren könne, nur Kraut und Pörkölt (Gulasch). Der Schriftsteller meinte darauf, machen sie aus dem, was sie noch haben etwas Essbares. Dies war nach Wilgerd die Geburtsstunde des Szekler Gulasch, genau Szekely (Name des Gastes)-Gulasch.

Am Dienstag, den 12.5.04 flog ich nachmittags zurück nach Hamburg. Vorher hatten wir noch Zeit zum Schießen. Wilgerd, als Obmann des Schützenvereines und ehemaliger Kommandant sehr kompetent, machte mit mir eine kleine Grundausbildung, die ich während meiner kurzen Zeit bei der Bundeswehr nie genossen habe. Danach konnte ich die noch relativ ruhige Hand des Chirurgen beweisen. 

Dies war das Ende einer für mich sehr lehrreichen und eindrucksvollen Reise.

Das eigentliche Ziel der Reise, die Inspektion der Kirche, in der meines ungarischen Großvaters auf einer Gedenktafel gedacht wird, fiel aus, da der Umweg zu groß gewesen wäre. Aber er wird ja auch in der Heldsdörfer Kirche als Kriegsgefallener geehrt, so dass sein Andenken erhalten bleibt.

Mein Reisebericht ist eher geschichtlich orientiert. Nur andeutungsweise konnte ich auf die reichhaltige kulturelle Erbe der Siebenbürger-Sachsen eingehen. Eine weitere Reise nach Siebenbürgen könnte folgenden Schwerpunkt haben: Entwicklung der Kunst und des Kunsthandwerkes in Siebenbürgen.

Die Angaben zur Geschichte Siebenbürgens wurden folgendem Buch entnommen:
Viorel Roman und Hannes Hofbauer: Transsilvanien – Siebenbürgen: Begegnung der Völker am Kreuzweg der Reiche
Pro Media Verlag 1996 ISBN 3-85371-115-4

Literatur zum Thema Deportation:                                                        Hedwig Stieber-Ackermann: Allein die Hoffnung hielt uns am Leben. Farca Verlag, 1999 ISBN 3 9803759-2-7, S. 192                                                               Freya Klier: Verschleppt ans Ende der Welt. Ullstein-Verlag 1966 ISBN 3 550 07094 2,  S. 147                                                                                      Siebenbürger Sachsen- Lexikon 850 Jahre Kultur in Osteuropa, Krafft-Verlag 1993, Herausgeber: Prof. Dr. Walter Myß                                                  

 


Autor:
Prof. Dr. Harald Schöttle
Heublink 58
22391 Hamburg

                                                  

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